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Medizinische Hilfe Kinderkrankenhaus
Im Jahr 2001 wurde das Kinderkrankenhaus St. Sebastian in Arthunkal fertiggestellt. Kinder aus armen Fischerfamilien werden hier kostenlos behandelt. Medikamente werden vom Verein "Schritt für Schritt" bezahlt. Viele der kleinen Patienten leiden an TBC. Damit die Kinder nicht sofort nach der Behandlung erneut erkranken, unterrichten Schwestern die Eltern, in Hygienemaßnahmen und Gesundheitsvorsorge. Ein großes Problem der Wiederinfektion ist die schlechte Versorgung der Kinder mit Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb bekommen die Eltern bei der Entlassung "Gesundheitspakete" mit nach Hause, die neben Aufbauprodukten auch eiweißreiche Gemüse und Hülsenfrüchte enthalten. Ein solches Paket kostet ca. 25,- - hierfür suchen wir Spender, denn jährlich werden ca. 100 solcher Gesundheitspakete benötigt.
Klinikmobil
Einmal pro Woche fährt unser Klinikmobil mit einem Arzt und Krankenschwestern an Bord in abgelegene Gegenden um dort ärztliche Hilfe anzubieten. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen, jede Woche warten sehr viele Patienten auf das Klinikmobil. Kleinere Verletzungen und Erkrankungen werden vor Ort kostenlos behandelt. Die Kosten für Medikamente und Verbandmaterial werden aus Spenden finanziert. Der Arzt arbeitet unentgeltlich.
Die Menschen auf den Dörfern sind auf das Klinikmobil angewiesen. Es herrscht immer großer Andrang. Medikamentenausgabe
Die Idee des "Augencamps" wurde von Father Dr. Papaiah Reddimasu 2003 erstmals umgesetzt. "Camp" deshalb, weil die Behandlungen nicht in einem Krankenhaus durchgeführt werden, sondern in abgelegenen Gegenden stattfinden, wo ansonsten keine Behandlung möglich wäre. Indische Ärzte, die unentgeltlich arbeiten, konnten dabei 856 Patienten behandeln bzw. operieren. Die Kosten für Medikamente, Hilfsmittel, Krankenschwestern und Verpflegung der Patienten, die teilweise Fußmärsche von über sechs Stunden hinter sich hatten, werden von Spenden beglichen. Im Folgejahr wurde wieder ein "Camp" abgehalten, das um zahnmedizinische Behandlung erweitert wurde. Inzwischen werden die "Gesundheitscamps" jährlich organisiert und es kann jeweils über 2000 Patienten geholfen werden. Auch im südindischen Arthunkal/Kerala findet einmal im Jahr ein "Augen- und Zahncamp" statt. Jedes Jahr suchen immer mehr Bedürftige hier Hilfe und Linderung ihrer Schmerzen.
Es herrscht immer großes Gedränge. Medikamentenausgabe Lambadafrauen gehören zu den Ärmsten in der Gegend.
Augen- und Gesundheitscamps
Hospiz
Für die letzten Tage und Stunden im Leben eines Menschen wurde in Arthunkal ein kleines Hospiz eingerichtet, wo unheilbare Patienten wohlbehütet Abschied nehmen können.
Zuflucht für Mutter und Kind
Alten- und Behindertenheim
Pater John betreut in Trppadam ein Alten- und Behinderten- heim. Wir helfen mit Medikamenten und Pflegemitteln. Der Besuch dort beeindruckt uns immer tief, wenn wir die Dankbarkeit in den Augen der alten und behinderten Menschen sehen, die durch die Aufnahme hier ihren letzten Lebensabschnitt behütet verbringen können. Ihre Familien sind oft nicht in der Lage sie zu ernähren, sie wären auf das Betteln angewiesen und würden einsam am Wegesrand sterben.
In Bohpal, das durch das Giftgasunglück vom 3.Dezember 1984 in die Schlagzeilen kam, als Tausende von Menschen starben, sind die Slums rund um die Stadt angewachsen. Die Frauen, die häufig in Steinbrüchen und im Straßenbau arbeiten, bringen meist ohne ärztliche Hilfe ihre Kinder auf die Welt um dann gleich am nächsten Tag auf der Baustelle weiterzuarbeiten. Wir sind sehr glücklich, dass wir in Kooperation mit Father Chinnappan, im April 2002 unsere Zuflucht für Mutter und Kind fertig stellen konnten. So können die Wöchnerinnen sich einige Tage von der Geburt erholen, bevor sie wieder die harte Arbeit aufnehmen müssen. Schritt für Schritt hilft hier mit Medikamenten und Lebensmitteln.
Beinamputierter Mann
Operationen an körperlich gehandicapten Kindern, die an Kinderlähmung litten. Oft genügen schon kleinere korrigierende Behandlungen, um das Gehen zu ermöglichen. Anderen konnte die Funktion der Hände wiederhergestellt werden. Manchmal genügen schon 200 um einem gehandicapten Kind eine OP zu ermöglichen, die unser Gesundheitssystem selbstverständlich abdeckt. Dies ist in Indien nicht der Fall. Wenn man bedenkt, dass die meisten einfachen Tagelöhner nur ein monatliches Einkommen von 10 bis 20 $ haben, von dem sie leben müssen, rückt die Möglichkeit, die Behandlung selber finanzieren zu können in weite Ferne.
Operationen von Slumkindern
Durch Spenden finanzierter Inkubator Wärmebett Verteilung von Gesundheitspaketen Dieses Kind erhält von Sr Gemma ein Gesundheitspaket.
Biogasanlage Schwester Gemma, Leiterin des Kinderkrankenhauses zeigt freudig Schwester Kala die neue Biogasanlage. Dank dieser durch Spenden finanzierte Anlage können die Energiekosten gesenkt werden, denn die Küche wird nur noch mit Biogas betrieben.